Projektbeschreibung

Das Bestandsgebäude von 17.000 m2 BGF soll ab 2023 auf seinen Rohbauzustand zurückgebaut werden. Dabei sollen nach Gesichtspunkten der Ressourceneffizienz möglichst viele Elemente für die Erneuerung und Erweiterung der Immobilie genutzt werden, um so Materialkreisläufe vor Ort zu schließen. Bauteile wurden im Rahmen der Materialvermittlung an externe Interessent:innen vermarktet und in anderen Projekten wiederverwendet. Durch den Reuse-Ansatz konnte der CO2-Fußabdruck in der Ökobilanzierung signifikant verbessert und effektiv Entsorgungskosten eingespart werden.

Durchgeführte Leistungen

Durch das durchgeführte Circularity Assessment konnte Concular das Inventar mittels Materialpässen digitalisieren und die Vermittlung des Materials durchführen. Zusätzlich konnte aufgrund von Conculars Zuarbeit für die Ausschreibung der selektive werterhaltende Rückbau zusammen mit Partnerunternehmen durchgeführt werden. Im Rahmen einer Ökobilanzierung wurden die CO2 Ersparnisse ermittelt.

Diese Materialien mit hohem CO2-Einsparpotential waren dabei:

-> Deckenpaneele
-> Brandschutztür verglast & Brandschutz Glaselement
-> Teppichplatten
-> ISO-Verglasung 2-Fach
-> Natursteinfassade

Ökobilanzierung

Abschließend zur Wiederverwendung der Materialien konnte im Projekt eine Berechnung der potentiellen ökologischen Einsparungen durchgeführt werden. Die Ökobilanzierung enthält einen Embodied-Carbon Nachweis (Graue Energie) in kWh aus PENRT aller im Inventar erfassten Materialien sowie einen Nachweis der Treibhausgas-Einsparungen im Sinne des GWP in kg CO2-Äquivalent durch die Wiederverwendung von Baustoffen verglichen mit dadurch substituierten Emissionen (vermiedene Produktion, Recycling). Durch die Wiederverwendung der im Circularity Assessment aufgenommenen Bauteile konnte ein Einsparpotential von 1.644 t CO2-eq bilanziert werden. Dies entspricht im Vergleich einer Nutzung von 249 PKW’s für ein Jahr.

Zusammen Kreisläufe schließen.