Gemeinsam die Ressourcenwende in der Bau- und Immobilienwirtschaft vorantreiben

Concular ist ambitioniert, durch politisches Engagement die Bauwende umzusetzen. Wir arbeiten gemeinsam mit unterschiedlichen Agierenden an innovativen Lösungen für weltweite Herausforderungen in der Baubranche. Aus diesem Grund ist der Austausch mit Bauherrschenden, Architekturschaffenden, PlanerInnen, Bauunternehmen und politischen Entscheidungsträgern von großer Wichtigkeit. Unser Interesse besteht mit Regierungen, Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, Verbänden, Unternehmen, Initiativen und der Zivilgesellschaft zu kooperieren und unser fachliches Wissen zu erweitern und gemeinsam etwas für das Klima zu tun.

Unsere Interessensvertretung umfasst folgende Themenbereiche:

Kreislaufwirtschaft, Bauwirtschaft, Umweltpolitik, Digitalisierung, Naturschutz, Wirtschaftspolitik, Wohnungsbaupolitik, Abfallwirtschaft

Der Wandel auf allen Systemebenen (EU, Deutschland und Bundesländer) für eine bessere Zukunft

Im Zuge von immer mehr Initiativen auf allen Systemebenen (Europäische Union, Deutschland und den Bundesländern) könnte ein umfangreicher Umwelt- und Klimaschutz  im Bausektor bald Realität werden. Der Artikel soll Auskunft über die aktuellen Bewegungen geben und die Ausbaufähigkeiten kennzeichnen. Was passiert aktuell eigentlich politisch? Mit den Fragen: „Was macht die EU, Deutschland und die Bundesländer für das Klima?“, soll ein Update ermöglicht werden. Zusätzlich möchten wir unser politisches Engagement und unsere Forderungen für ressourceneffizientes Bauen vorstellen.  Seit 9 Jahren arbeiten wir Europas größtem Marktplatz für wiederverwendete Baumaterialien Restado.de daran diese Welt etwas nachhaltiger zu gestalten. Wir streben als Unternehmen anhand von Kooperation, Innovation und Digitalisierung den Wandel für eine ressourceneffiziente und CO2-freie Zukunft im Bausektor an.

 

Was passiert eigentlich gerade politisch?

 

EU-Ebene: Was macht die EU für das Klima?

  • Der „European Green Deal“ ist ein am 11. Dezember 2019 von der Europäischen Kommission vorgestelltes Konzept, welches einen umfangreichen Aktionsplan umfasst. Das Ziel: 2050 soll die EU klimaneutral sein. Es soll einen Übergang zu einer sauberen kreislauforientierten Wirtschaft mit effizienter Ressourcennutzung geben, um die Wiederherstellung der Biodiversität und die Bekämpfung der Umweltverschmutzung zu garantieren.

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  • Der „Circular Economy Action Plan” der Europäischen Union (EU) ist einer der wichtigsten Bausteine des Europäischen Green Deals. Mit ihm soll ein Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft und die Klimaneutralität 2050 garantiert werden. Ein Teil der Kreislaufwirtschaft besteht darin, den Produktlebenszyklus zu verlängern oder zu erhalten.

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  • Die European Circular Economy Stakeholder Platform ist ein EU-weites interaktives Projekt, welches in Partnerschaft mit der europäischen Zivilgesellschaft durchgeführt wird. Es ist eine gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission und des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses, welche Stakeholder aus der europäischen Kreislaufwirtschaft zusammenbringt.

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  • Der European Social Economy Summit‘ (#EUSES) ist eine gemeinsam von der Europäischen Kommission und der Stadt Mannheim organisierte digitale Konferenz. Der #EUSES ist eine Konferenz, die darauf abzielt, die Sozialwirtschaft in Europa zu stärken und ihren Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung, zur sozialen Inklusion sowie zum grünen und digitalen Wandel nutzbar zu machen. Die Diskussionen konzentrieren sich auf drei Dimensionen: Digitalisierung der Sozialwirtschaft, (soziale) Innovation, länder- und sektorübergreifende Zusammenarbeit.

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Concular beim European Social Economy Summit

Bei der Veranstaltung Sustainable Consumption & Circular Economy haben die Vertreter von Concular einen Vortrag zu „der Circular Economy im Bausektor – Wie die Sozialwirtschaft den Weg zum zirkulären Bauen ebnet“ gehalten. Im Rahmen von 8 digitalen Veranstaltungen wurde eine Plattform für den Austausch von länder- und branchenübergreifenden Akteuren geschaffen, um erfolgreiche Lösungsmodelle und Methoden vorzustellen.

Concular als Teil der EU Circular Talks

Gemeinsam erarbeiten wir mit Rijkswaterstaat, Holland Circular Hotspot und einer Vielzahl von Leadern und Fachkundigen des zirkulären Bauens, darunter Madaster und das Institut National de l’Economie Circulaire, interaktive Workshops. Die Workshops bieten die Möglichkeit Erfolgsgeschichten zu präsentieren und Herausforderungen in Bereichen wie dem öffentlichen Beschaffungswesen, digitalen Logbüchern und zirkulären Design für Infrastruktur zu identifizieren.

Zusätzlich arbeiten wir mit Circular Regions an wirtschaftlichen Anreizen für die Etablierung einer Circular Economy in unserem aktuellen Wirtschaftssystem. Ziel der Leadership-Gruppen ist es die EU-Kommission bei komplexen Themen zu beraten.

Bundesebene: Was macht Deutschland für das Klima?

  • Bundestags-Petition der Architects for Future: In der Petition „für klima- und sozialverträgliches Bauen“ vom 01. März 2021 haben die SprecherInnen von Architects for future ein Maßnahmenpaket für eine Bauwende hin zu einer Kreislaufwirtschaft gefordert. Darin wurden folgende Hauptpunkte angeführt: die Anpassung der Forschung, Lehre und Praxis an moderne klimagerechte Methoden, der Bestandschutz von Gebäuden, die fachgerechte Ökobilanzierung bzw. Berechnung der grauen Energie, die Entbürokratisierung von baupolitischen Rahmenbedingungen und die effiziente Entsorgung von Baurestbeständen.

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  • Antrag “Bauwende einleiten“ der Fraktion der Grünen: Das Bündnis 90/Die Grünen und FDP haben 27. Januar 2021 einen ersten Antrag für eine „Bauwende“ hin zu einer ressourcenschonenden Bau- und Immobilienwirtschaft gestellt.

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Landesebene: Was machen die Bundesländer für das Klima?

  • Landtagswahlen in Baden-Württemberg: am 14. März wurde in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Die Grünen erreichten mit 32,6 % (58 Sitze) das höchste Wahlergebnis und geben Hoffnung für zukünftig mehr Klimaschutz. Concular arbeitet mit politischen Endscheidungsträgern an Strategien zur Förderung von nachhaltigen Konzepten. Hierfür haben wir gezielte Forderungen formuliert:

 

Unsere politischen Handlungsempfehlungen für ressourceneffizientes Bauen

 

 

Handlungsfeld 1: Transparenz schaffen durch ganzheitliches CO2-Reporting

Ganzheitliche Betrachtung des CO2- und Ressourcenverbrauchs bei Umbau- und
Neubauprojekten. Politischer Instrumentenmix: Verpflichtendes Reporting/ Ökobilanzierung
und Berücksichtigung in Förderprogrammen/ Kreditvergabe/ Zertifizierungen

Handlungsfeld 2: Digitalisierung des Neubaus und Bestands

Digitalisierung der Materialien in einem Gebäude, um die Wiedernutzung zu ermöglichen.
Politischer Instrumentenmix: BIM-Modelle und Materialpässe

Handlungsfeld 3: Rückbau-Begutachtung

Verpflichtende Begutachtung der Wiedernutzbarkeit von Baumaterialien bei
Rückbauprojekten des Landes BW. Politischer Instrumentenmix: Pre-demolition Audits
und Wiedernutzungs-Zielwerte/Quoten

Handlungsfeld 4: Einsatz von wiedergewonnenen Baustoffen fördern

Einbringung von wiedergewonnen Baustoffen bei Neu- und Umbauten Politischer
Instrumentenmix: Wiedernutzungs-Zielwerte/Quote, Gewerbe- und Umsatzsteuer
Belastung oder Erleichterung, Vermeidung doppelter Mehrwertsteuerbelastung,
Zirkularitätskriterien  der öffentlichen Hand und Förderkredite, Verpflichtung des Einsatzes
von nachhaltigen/ressourceneffizienten Baustoffen

Handlungsfeld 5: Anpassung Bauverordnung

Vereinfachung der Wiedereinbringung von Baustoffen durch Anpassung länderspezifischer
Gesetze. Politischer Instrumentenmix: Änderung der LBO (Landesbauverordnung) zur
Anerkennung, Einführung Landes-UMbauverordnung, die Sanierung von Bestandsbauten
erleichtert

Handlungsfeld 6: Modellprojekte als Leuchttürme

Modell-Projekt „Re-Use Gemeinde“: Stadt oder Gemeinde, in der neue Anforderungen für
eine kreislaufgerechte Bauweise getestet werden können. D.h. Bauteile aus Rückbauten
werden eingebracht und verschiedene Herausforderungen praktisch und juristisch getestet.
Politischer Instrumentenmix: Aufsetzen von Förderprogrammen.

Handlungsfeld 7: Ressourceneffizientes Bauen in Lehrpläne

An Hochschulen und in Ausbildungsstätten wird nachhaltiges Bauen verpflichtend in die
Lehrpläne integriert. Für bereits ausgebildete Fachkräfte werden entsprechende
Weiterbildungen verpflichtend. Politischer Instrumentenmix: Anpassung Lehr- und
Weiterbildungspläne.

Handlungsfeld 8: Förderung junger, innovativer und grüner Startups

Die einzelnen Länder sollten sich als Wegbereiter und Keimzelle für junge, innovative und grüne Startups/Geschäftsmodelle etablieren. Politischer Instrumentenmix: Erstellung oder Anpassung der Förderprogramme (z.B. Pre-Seed BW) spezifisch auf grüne Startups

 

Warum liegt uns politisches Engagement am Herzen?

Die Welt ist in Bewegung. Wir sind dabei den Wandel für eine ressourceneffiziente und CO2-freie Zukunft im Bausektor voranzutreiben.  Die angeführten Initiativen reichen jedoch noch nicht aus. Wir benötigen politisches Engagement aller systemischen Akteure (Staat, private Haushalte und Unternehmen) für eine gemeinsame Zukunft. Sie wollen ein Teil des Wandels sein und kennen interessante Projekte in der Baubranche? Sie wollen mehr über unser politisches Engagement erfahren? Dann kontaktieren Sie uns!

Ihr Ansprechpartner:

Dominik Campanella

[email protected]

015779208750

 

 

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