Baubranche als größter Umweltverschmutzer
In Deutschland und Europa ist ein zunehmender Trend hin zum kreislaufgerechten und damit zirkulären Bauen deutlich zu erkennen. Seitens der politischen Gesetzgeber:innen spricht sich nicht nur die aktuelle Bundesregierung deutlich für die Circular Construction aus. Erste konkrete Gesetzgebungen wie jene des Landes Berlins, die mit ihrer neuen Verwaltungsvorschrift die Prüfung des Wiederverwendungspotenzials aller öffentlicher Gebäude vorschreibt, sind nur der Anfang. Auch übt die EU-Kommission Druck aus, indem sie Bauherr:innen empfiehlt bis zu 90 % der beim Abriss verwendeten Materialien wiederzuverwenden und Projektentwickler:innen verpflichtet 30 % der beim Neubau verwendeten Materialien aus wiedergewonnen Quellen zu beziehen.
Seitens der freien Wirtschaft stehen sämtliche Akteur:innen der Baubranche unter gesellschaftlichem und politischem Druck, CO2-Emissionen und Abfälle zu reduzieren. Bauherr:innen werden von Ihren Investor:innen und anderen Stakeholdern zunehmend dazu angehalten, über Ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten zu berichten. Hersteller sind aufgrund von Vorschriften und der erweiterten Herstellerverantwortung (ERP) zunehmend verpflichtet, ihre eigenen Materialien zurückzunehmen und wiederaufzubereiten und auch immer mehr Architektur- und Ingenieurbüros schreiben sich nachhaltiges Bauen auf ihre Fahnen.