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Alte Stadtbücherei, Augsburg: 500.000 Euro Deponiekosten eingespart

Gemeinsam mit Studierenden der Hochschule Augsburg hat Concular die Materialien der alten Stadtbücherei erfasst und vermittelt. Laut Bauherrschaft wurden so 500.000 Euro Deponiekosten eingespart.

Ort
Augsburg
Partner
Staatliches Bauamt Augsburg, Hochschule Augsburg
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500.000 € Deponiekosten eingespart (lt. Bauherr)

Ausgangslage

Die alte Augsburger Stadtbücherei an der Gutenbergstraße soll rückgebaut werden. Ein Großteil der historischen Materialien des Gebäudes ist trotz ihres Alters noch in gutem Zustand.

Aus diesem Grund haben sich das Staatliche Bauamt Augsburg, die Hochschule Augsburg und Concular zusammengetan. Ziel war es, den Werterhalt von Teilen der geschichtsträchtigen Bibliothek zu fördern und möglichst viele Materialien in eine Zweitnutzung zu überführen, statt sie zu entsorgen.

Unsere Leistung

Concular hat das Pre-Deconstruction Audit in dem historischen Gebäude gemeinsam mit Architekturstudierenden der Hochschule Augsburg durchgeführt. Die Studierenden waren zusammen mit Concular für die Begutachtung, Erfassung und Digitalisierung der Baumaterialien aktiv. Das Inventar wurde mittels Materialpässen digitalisiert.

Katalogisiert wurden Bauelemente aus dem Innen- und dem Außenbereich, zum Beispiel:

  • historische Kacheln
  • Holzfenster und Türen
  • Zäune und Betonplatten
  • Schaukästen
  • gut erhaltene Einrichtungsartikel

Die Vermarktung der Materialien hat Concular federführend übernommen, mit dem Ziel, möglichst viele Materialien in die Zweitnutzung zu überführen. Mehr zu diesem Ansatz finden Sie auf unserer Seite zum Urban Mining.

Ergebnis

Dank der tatkräftigen Unterstützung der Studierenden konnte eine Vielzahl an Materialien aus der alten Stadtbücherei für die Wiedernutzung vermittelt werden. Laut Bauherrschaft wurden durch das Verfahren zudem Deponiekosten in Höhe von 500.000 Euro eingespart.

Über das Projekt hat auch die Augsburger Allgemeine am 4. November 2022 berichtet.

Bedeutung für die Praxis

Das Projekt zeigt, dass sich Werterhalt und Kostenersparnis beim Rückbau verbinden lassen: Materialien, die erfasst und vermittelt werden, müssen nicht deponiert werden. Zugleich zeigt die Zusammenarbeit mit der Hochschule Augsburg, wie Lehre und Praxis zusammenwirken können, wenn Studierende die Erfassung eines realen Gebäudes übernehmen. Wie Bauherrschaften eigene Materialien vermarkten können, beschreibt unsere Seite Bauteilbörse starten.

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