Max Delbrück Center
Für die geplante Modernisierung des Max Delbrück Center in Berlin-Buch hat Concular ein zweistufiges Pre-Deconstruction Audit nach DIN SPEC 91484 durchgeführt und…
Beim selektiven Rückbau des Siemens-Tagungszentrums am Starnberger See wurden Materialien, Bauteile und Einrichtung verkauft – der Erlös von über 50.000 Euro ging an fünf gemeinnützige Organisationen.
Das Global Leadership Center in Feldafing am Starnberger See wurde 1974 als Tagungszentrum von Siemens eröffnet – entworfen vom Architekten Prof. Knud Friis. Seit knapp fünf Jahrzehnten kamen dort Mitarbeitende des Unternehmens zu Tagungen und Events zusammen – ein für Siemens wichtiger Ort.
Nun soll das Gebäude abgerissen werden. An seiner Stelle soll bis 2026 ein nachhaltiger Neubau in umweltfreundlicher Massivholzbauweise entstehen, ein neues Leuchtturmprojekt des nachhaltigen Bauens von Siemens. Bevor der Neubau entstehen kann, muss am Standort Platz geschaffen werden. Statt das rund 50 Jahre alte Tagungszentrum konventionell abzureißen, wurde es selektiv zurückgebaut, damit wiederverwendbare Materialien erhalten bleiben.
Beim Rückbau wurden wiederverwendbare Materialien, Gebäudeelemente und Teile der Einrichtung wieder in den Kreislauf überführt und verkauft. Statt als Abfall entsorgt zu werden, fanden diese Bauteile neue Abnehmer – und davon konnten viele profitieren.
Der Ansatz folgt dem Prinzip des Urban Mining: Ein Bestandsgebäude wird als Rohstofflager verstanden, aus dem sich Bauteile und Einrichtung für eine weitere Nutzung gewinnen lassen, bevor der Rest des Gebäudes weicht.

Gemeinsam mit Siemens Real Estate hat Concular die wiederverwendbaren Materialien und Gebäudeelemente erfasst und angeboten – dazu hochwertiges Inventar der Hotelzimmer und Seminarräume, des Restaurants und weiterer Sondernutzungen. Der Verkauf lief vom 22. August bis 31. Oktober 2022; Interessierte konnten Materialien direkt bei Concular anfragen.
Aus dem selektiven Rückbau des Global Leadership Centers konnten über 50.000 Euro erlöst werden. Der Betrag wurde an fünf gemeinnützige Organisationen gespendet, vier davon aus Feldafing.
Damit hat der Rückbau gleich mehrfach Wirkung entfaltet: Unnötige Abfälle wurden vermieden, die Umwelt wurde entlastet, und zugleich wurde soziales Engagement in der Gemeinde unterstützt.
Das Projekt zeigt, dass ein Rückbau ökologischen und sozialen Mehrwert verbinden kann. Auch aus einem rund 50 Jahre alten Tagungszentrum lassen sich Materialien, Gebäudeelemente und Einrichtung gewinnen, die einen Wert haben und an anderer Stelle weiter genutzt werden. Der Erlös daraus kann – wie in Feldafing – der Region zugutekommen, in der das Gebäude steht.
Ohne Bauwende wird es keine Klimawende geben. Das zirkuläre Bauen und der Einsatz von vorhandenen Ressourcen aus bestehenden Objekten wird die Branche dorthin bringen.
Wir zeigen Ihnen, welche Materialien in Ihrem Gebäude stecken und wie Sie Rückbau, Sanierung oder Neubau zirkulär umsetzen.