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Telekom-Tower, Konstanz: Re-Use der Aluminiumfassade

Für die Aluminiumfassade des Telekom-Towers Konstanz hat Concular Re-Use ökologisch und ökonomisch geprüft und vermittelt: ca. 25 t CO₂e Einsparung und ein Plus für die Bauherrin.

Ort
Konstanz
Partner
sauerbruch hutton, Universität Kaiserslautern bzw. Leibniz Institut
Bildschirmfoto 2022 11 09 um 17.23.41
ca. 25 t CO₂e Einsparung (inkl. Transport)
20.000 € Materialwert für 450 m² Fassade
ca. +2.000–3.000 € für die Bauherrin (statt −10.000 €)
450 m² Fassadenfläche in der Berechnung

Ausgangslage

Am Telekom-Tower in Konstanz stand der Rückbau der Aluminiumfassade an. Concular wurde beauftragt, eine Wiedernutzung der Fassadenelemente ökologisch und ökonomisch zu prüfen und anschließend die Vermittlung zu organisieren. Die Fassadenelemente bestehen aus Aluminium-Sandwichplatten mit PU-Schaum und sind auf Schienen geschraubt an der Fassade befestigt.

Aluminiumfassade des Telekom-Towers in Konstanz

Unsere Leistung

In einem Vorgespräch mit dem Architekturbüro sauerbruch hutton, dem Projektentwickler und dem Rückbauunternehmen hat Concular alle verfügbaren Informationen zum Material zusammengetragen. Ein Rückbau war technisch möglich. Der Aufwand für den selektiv-werterhaltenden Rückbau musste jedoch im Vergleich zum klassischen Abriss eingepreist werden.

Dafür wurde vor Ort mit dem Rückbauunternehmen und der Bauherrin eine Rückbauprobe durchgeführt, um Arbeitszeit und Materialkosten zu ermitteln. Dabei wurden stichprobenartig Elemente entnommen und für weitere Analysen – insbesondere zur Haltbarkeit für einen weiteren Lebenszyklus – an die Universität Kaiserslautern bzw. das Leibniz Institut geliefert. Die Haltbarkeit konnte über eine thermogravimetrische Analyse sichergestellt werden.

Da Aluminium üblicherweise recycelt wird, hatte das Material bereits einen positiven Wert, der bei einer Wiederverwendung gegengerechnet werden musste. Concular hat deshalb eine Rechnung erstellt, die den ökonomischen und ökologischen Wert der Wiederverwendung für die Bauherrin aufzeigt – auf Basis einer Anfrage für 450 m² und eines Transportwegs von ca. 300 km. Mehr zu solchen Vergleichen unter zirkuläre Ökobilanzierung.

Ergebnis

Der Materialwert für 450 m² wurde mit 20.000 € berechnet und über Kaufanfragen validiert. Die Auswertung ergab: Im Vergleich zu üblichem Rückbau und Recycling erzielt die Wiedernutzung bei 450 m² für die Bauherrin ein Plus von ca. 2.000–3.000 € statt eines Minus von 10.000 €. Hinzu kommt eine ökologische Einsparung von ca. 25 t CO₂e, inklusive Transport.

Concular konnte die Fassadenelemente an mehrere Interessenten vermitteln und sowohl die ökologische Sinnhaftigkeit von Re-Use gegenüber Recycling als auch die Wirtschaftlichkeit für die Bauherrin nachweisen.

Bedeutung für die Praxis

Das Projekt zeigt, dass sich Re-Use auch bei Materialien mit etabliertem Recyclingmarkt lohnen kann – vorausgesetzt, Rückbauaufwand, Materialwert und Haltbarkeit werden belastbar ermittelt. Rückbauprobe, Laboranalyse und Wirtschaftlichkeitsrechnung liefern dafür die Entscheidungsgrundlage. Mehr unter Urban Mining.

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