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Max Delbrück Center, Berlin-Buch: Pre-Deconstruction Audit im Laborgebäude

Für die geplante Modernisierung des Max Delbrück Center in Berlin-Buch hat Concular ein zweistufiges Pre-Deconstruction Audit nach DIN SPEC 91484 durchgeführt und digitale Materialpässe für Laboreinrichtungen erstellt.

Auftraggeber
Max Delbrück Center für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft
Ort
Berlin-Buch
Jahr
2026
Partner
IBPM GmbH (Projektsteuerung), Helmholtz Kompetenznetzwerk Klimagerecht Bauen (HKB)
Gebäudetyp
Bestandserfassung für das Max Delbrück Center in Buch.

Ausgangslage

Die Sanierung hochkomplexer Forschungs- und Laborgebäude stellt die Beteiligten vor besondere ökologische und logistische Herausforderungen. Im Zuge der geplanten Modernisierung des Max Delbrück Center für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft in Berlin-Buch wurde Concular mit einem umfassenden Pre-Deconstruction Audit (PDA) beauftragt.

Ziel war es, die im Gebäude gebundenen Materialressourcen systematisch zu erfassen und Potenziale für eine spätere Kreislaufführung aufzuzeigen. Beteiligt waren die IBPM GmbH als Projektsteuerung sowie das Helmholtz Kompetenznetzwerk Klimagerecht Bauen (HKB).

Unsere Leistung

Das Fundament der zirkulären Wertschöpfung bildet ein Pre-Deconstruction Audit nach DIN SPEC 91484. Concular führte die Prüfung in zwei Stufen durch:

  • Vorprüfung (Stufe 1): systematische Identifikation und qualitative Abschätzung von Re-Use-Potenzialen im gesamten Objekt
  • Detailprüfung (Stufe 2): bauteilspezifische, präzise Erfassung der Materialströme mit digitalen Produktpässen für spezifische Produktgruppen

Digitale Produktpässe entstehen dabei für Laboreinrichtungen wie C-Füße, Laborschränke und Sicherheitswerkbänke, für Büroausstattungen und für Sanitärkomponenten. Diese Pässe bilden zugleich die datentechnische Vorbereitung für den künftigen Gebäuderessourcenpass (GRP).

Ergebnis

Das Audit schafft die Grundlage, hochwertige Labor- und Bauteile gezielt intern oder extern im Kreislauf zu führen. Auf diese Weise werden graue Emissionen eingespart und Entsorgungsverfahren gleichzeitig ökonomisch optimiert.

Die Methodik erfüllt zudem die gesetzlichen Anforderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (§ 6 Abs. 1 KrWG) und liefert einen messbaren Beitrag zur Erfüllung moderner ESG-Kriterien im staatlich geförderten Hochbau.

Bedeutung für die Praxis

Das Projekt ist ein positiver Schritt für eine klimagerechte Bauwende im öffentlichen Sektor. Gerade bei Forschungs- und Laborgebäuden mit ihrer spezialisierten Ausstattung zeigt das zweistufige Vorgehen, wie sich Re-Use-Potenziale zunächst im gesamten Objekt abschätzen und anschließend bauteilgenau erfassen lassen – als Basis für Entscheidungen über Wiederverwendung, Vermittlung und Entsorgung.

Bildnachweis: Felix Petermann; Max Delbrück Center

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