Düsseldorf, 23. Oktober 2025 – Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBD) und die Concular GmbH vertiefen ihre Zusammenarbeit für mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung im Bausektor. Gemeinsam wollen sie die Erstellung und Anwendung des digitalen Gebäuderessourcenpasses in der öffentlichen Wohnraumförderung und Städtebauförderung des Landes erproben.

Digitalisierung trifft Kreislaufwirtschaft

Im Rahmen der neuen Kooperationsvereinbarung werden Pilotprojekte in Nordrhein-Westfalen gestartet, um die praktikable Umsetzung des digitalen Gebäuderessourcenpasses zu testen und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die zirkuläre Bauweise zu fördern und eine vergleichbare, digitale Dokumentation über die verbauten Materialien, Produkte und Bauteile zu schaffen – von ihrer Herkunft über ihre Nutzung bis hin zur Wiederverwendung.

Ministerin Ina Scharrenbach betont die Bedeutung dieser Initiative und der Zusammenarbeit mit Concular:

„Nachhaltig bauen. Zukunft gestalten: Das hört sich häufig leichter an, als es wirtschaftlich umzusetzen ist. Der digitale Gebäudepass zeigt, was wirklich in unseren Gebäuden steckt – über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. Nordrhein-Westfalen sammelt Erfahrungen in der Praxis, um klare, wirtschaftlich tragfähige Kriterien für nachhaltiges Bauen zu entwickeln. Mit der weiteren Kooperation mit Concular kann das Land Nordrhein-Westfalen und die Wohnungs-und Bauwirtschaft von noch mehr Erfahrungswissen profitieren.“

Gemeinsam Standards für zirkuläres Bauen schaffen

Concular, Marktführerin im Bereich des zirkulären Bauens, bringt ihre Erfahrung aus über 450 Projekten in Deutschland ein und unterstützt das Ministerium bei der Erarbeitung von Standards, Definitionen und Kriterienkatalogen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in eine mögliche Standardisierung des digitalen Gebäuderessourcenpasses einfließen.

Pilotprojekte in der Wohnraum- und Städtebauförderung

Im Rahmen der Förderrichtlinie „Öffentliches Wohnen 2025“ werden bis zu zehn Modellprojekte aus den Bereichen Neubau, Modernisierung und Wohnraum für Auszubildende oder Studierende ausgewählt. Parallel sollen auch Städte und Gemeinden die Möglichkeit erhalten, in der Städtebauförderung digitale Gebäuderessourcenpässe zu erproben – insbesondere bei Projekten, die auf Building Information Modeling (BIM) setzen.

Dabei steht im Fokus, praxisnahe Erkenntnisse über Abläufe, Datenanforderungen und rechtliche Rahmenbedingungen zu gewinnen. So soll ein tragfähiges Fundament für eine breite Einführung und Standardisierung des digitalen Gebäuderessourcenpasses geschaffen werden.

Teil einer wachsenden Allianz für zirkuläres Bauen

Der Kooperation können künftig auch weitere Partnerinnen und Partner aus der Bau- und Immobilienbranche beitreten. Concular wird dem Ministerium darüber hinaus den Zugang zu seinen Arbeitsgruppen und Netzwerktreffen ermöglichen, in den in denen führende Unternehmen an der Entwicklung zirkulärer Prozesse und Wirtschaftspraxen arbeiten.