Kreislauf als Standard: Neue Handlungsempfehlung für zirkuläres Planen und Bauen für den öffentlichen Sektor veröffentlicht
Berlin, 08.01.2025 – Auf über 100 Seiten zum zirkulären Bauen in Städten und Kommunen: Ein neuer Leitfaden bietet konkrete Handlungsempfehlungen für die Öffentliche Hand. Entwickelt wurde er von der Firma Concular, um die Wiederverwendung von Bauprodukten zu fördern und zirkuläres Bauen als Standard zu etablieren. Ziel ist es, die öffentliche Vergabe und Beschaffung so zu unterstützen, dass zirkuläre Bauweisen in der Breite umgesetzt werden können.
„Das Handbuch löst eine zentrale Herausforderung der öffentlichen Hand: Wie kann ich rechtssicher zirkulär planen und bauen. Genau dies wird in diesem Handbuch beantwortet und damit zirkuläres Bauen als Standard in öffentlichen Bauvorhaben etabliert.“
Dominik Campanella, Co-Gründer und CEO
Angesichts des hohen Ressourcenverbrauchs und der enormen Emissionen des Bausektors – verantwortlich für über 40 % der nationalen Treibhausgasemissionen – sind nachhaltige Lösungen gefragter denn je. Die Handlungsempfehlung bietet einen umfassenden Leitfaden, um die Integration von zirkulären Prinzipien in Bauprojekte zu erleichtern. Von der Bedarfsanalyse und dem selektiven Rückbau über die Bestandserfassung bis hin zur Erstellung von Ausschreibungen deckt der Leitfaden alle wesentlichen Schritte ab, die notwendig sind, um Bauprojekte mit wiederverwendeten Materialien erfolgreich zu realisieren.
„Der rechtliche Rahmen für das zirkuläre Bauen und die Wiederverwendung von Materialien ist ausschlaggebend für den Erfolg kreislaufgerechter Projekte. Daher haben wir mit Freude und aus Überzeugung das Handbuch um unsere Expertise im Bereich Vergabe- und Bauprodukterecht ergänzt.“
Marthe-Louise Fehse, Franßen & Nusser Rechtsanwälte
Die Publikation richtet sich an öffentliche Vergabe- und Beschaffungsstellen in Deutschland und unterstreicht die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand bei der Förderung der Kreislaufwirtschaft. Es wird aufgezeigt, wie durch die Wiederverwendung von Bauprodukten nicht nur CO₂-Emissionen und der Ressourcenverbrauch gesenkt, sondern auch Kosten eingespart werden können. Gleichzeitig werden praktische Lösungen angeboten, um Hindernisse wie unklare rechtliche Vorgaben oder das Fehlen von Ausschreibungstexten zu überwinden.
„Die Arbeit an dem Handbuch und der Austausch mit allen Beteiligten hat uns immer wieder darin bestätigt, wie wichtig eine konkrete Handreichung für öffentliche Projekte ist. Rechtliche Unsicherheiten werden geklärt und Prozesse erläutert – ein wichtiger Schritt für kreislauffähige Projekte der Öffentlichen Hand.“
Caroline Braus, Circular Consultant, Concular
Die Handlungsempfehlung wurde im Rahmen des Förderprogramms für ressourcenschonendes und kreislauforientiertes Wirtschaften des Umweltministeriums Baden-Württemberg entwickelt. Grundlage für die Ausarbeitung waren umfangreiche Workshops und Interviews mit Expert:innen aus der Bauwirtschaft. Dabei wurde besonderer Wert darauf gelegt, theoretisches Wissen mit praxistauglichen Ansätzen zu kombinieren.
Mit dieser Veröffentlichung wird ein bedeutender Beitrag zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft im Bausektor geleistet. Die Handlungsempfehlung zielt darauf ab, zirkuläres Planen und Bauen aus der Nische herauszuführen und flächendeckend umzusetzen. Langfristiges Ziel ist es, die Wiederverwendung von Bauprodukten als festen Standard zu etablieren.
Mehr Informationen und die Handlungsempfehlung zum Download
Über Concular
Concular ist der führende Partner für Zirkuläres Bauen. Das Unternehmen bietet eine ganzheitliche Plattform, um Bauprodukte in Gebäuden zu erfassen, zu bewerten und rechtssicher in den Materialkreislauf zurückzuführen. Das Team aus über 70 Expert:innen an sieben Standorten bietet Fachplanungs- sowie Praxislösungen für Rückbau, Bauen im Bestand und Neubau. Concular ermöglichte bereits in über 1.000 Projekten die Wiedereinbringung von 15 Millionen Bauprodukten. Zirkuläres Bauen mit Concular ermöglicht die Einsparung von Ressourcen und Abfall und trägt zur Reduktion von CO₂-Emissionen in der Bauwirtschaft bei.
Pressekontakt: presse@concular.com