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Kö21, Düsseldorf: 1.644 t CO₂e durch Re-Use bilanziert

Für das Bestandsgebäude Kö21 in Düsseldorf mit 17.000 m² BGF hat Concular das Inventar digitalisiert, Bauteile vermittelt und per Ökobilanz ein Einsparpotenzial von 1.644 t CO₂e nachgewiesen.

Ort
Düsseldorf
Gebäudetyp
Kö21, Düsseldorf: 1.644 t CO₂e durch Re-Use bilanziert
1.644 t CO₂e-Einsparpotenzial bilanziert
17.000 m² BGF des Bestandsgebäudes
249 Pkw ein Jahr lang (Vergleichswert)

Ausgangslage

Das Bestandsgebäude Kö21 in Düsseldorf mit 17.000 m² Bruttogrundfläche soll ab 2023 auf seinen Rohbauzustand zurückgebaut werden. Nach Gesichtspunkten der Ressourceneffizienz sollen dabei möglichst viele Elemente für die Erneuerung und Erweiterung der Immobilie genutzt werden, um Materialkreisläufe vor Ort zu schließen.

Unsere Leistung

Im Rahmen eines Pre-Deconstruction Audits hat Concular das Inventar des Gebäudes mittels Materialpässen digitalisiert und anschließend die Vermittlung der Materialien übernommen. Auf Grundlage von Conculars Zuarbeit für die Ausschreibung konnte zudem der selektive, werterhaltende Rückbau gemeinsam mit Partnerunternehmen durchgeführt werden.

Zu den Materialien mit hohem CO₂-Einsparpotenzial gehörten:

  • Deckenpaneele
  • verglaste Brandschutztüren und Brandschutz-Glaselemente
  • Teppichplatten
  • ISO-Verglasung (2-fach)
  • Natursteinfassade
Bestandsgebäude Kö21 in Düsseldorf

Abschließend hat Concular in einer Ökobilanzierung die potenziellen ökologischen Einsparungen berechnet. Sie umfasst einen Nachweis der grauen Energie (Embodied Carbon) in kWh aus PENRT für alle im Inventar erfassten Materialien. Hinzu kommt ein Nachweis der Treibhausgaseinsparungen im Sinne des GWP in kg CO₂-Äquivalent: Dabei wird die Wiederverwendung der Baustoffe den Emissionen gegenübergestellt, die durch sie substituiert werden (vermiedene Produktion, Recycling).

Ergebnis

Bauteile aus dem Kö21 wurden im Rahmen der Materialvermittlung an externe Interessent:innen vermarktet und in anderen Projekten wiederverwendet. Durch die Wiederverwendung der im Pre-Deconstruction Audit aufgenommenen Bauteile wurde ein Einsparpotenzial von 1.644 t CO₂e bilanziert. Das entspricht der Nutzung von 249 Pkw für ein Jahr.

Der Re-Use-Ansatz hat den CO₂-Fußabdruck in der Ökobilanzierung signifikant verbessert. Zugleich wurden Entsorgungskosten eingespart – ein Beleg dafür, dass Urban Mining im Bestand ökologisch und wirtschaftlich zusammengeht.

Bedeutung für die Praxis

Das Projekt Kö21 zeigt, wie Pre-Deconstruction Audit, Materialvermittlung und Ökobilanzierung ineinandergreifen: Die digitale Erfassung mit Materialpässen schafft die Grundlage für die Vermittlung der Bauteile, und die Ökobilanz macht die Wirkung der Wiederverwendung in belastbaren Zahlen nachweisbar.

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