Urban Mining Hub Aachen

Urban Mining Hub Aachen: Reallabor für die Bauwende

Gemeinsam mit der Stadt Aachen und dem CSCP schafft Concular einen entscheidenden Schritt für die Infrastruktur für Nordrhein-Westfalen, die urbane Stoffströme digitalisiert, physisch sichert und lokal wieder verfügbar macht.

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Das Konzept Urban Mining Hub

Ein Urban Mining Hub ist die physische, ergänzt durch digitale Infrastruktur, die den Übergang von der linearen Wegwerfmentalität zur echten zirkulären Bauwirtschaft ermöglicht. Traditionell werden Gebäude am Ende ihrer Nutzungsdauer abgerissen und die Materialien minderwertig downgecycelt oder deponiert. Ein Urban Mining Hub bricht diesen Kreislauf auf, indem er das „Rohstofflager Stadt“ systematisch erschließt.

Hier werden Baustoffe und Komponenten aus Rückbau- und Sanierungsprojekten gesichert, qualitätsgeprüft und gezielt für die Wiederverwendung in Neubau- oder Sanierungvorhaben bereitgestellt. Hubs lösen damit das fundamentale logistische Problem der Bauwende: Sie entkoppeln das zeitliche Auseinanderfallen von Materialangebot und Materialnachfrage durch intelligentes Zwischenmanagement.

Die drei Säulen eines funktionierenden Hubs:

  • Physische Infrastruktur (Vor Ort): Ein realer Ort für die Annahme, Zwischenlagerung, Prüfung und Aufbereitung (Refurbishment) von Bauteilen.
  • Digitale Infrastruktur: Die lückenlose Dokumentation und Sichtbarmachung der Materialien über die Concular-Plattform – inklusive Qualitätsdaten und CO₂-Einsparungsnachweisen.
  • Regionale Vernetzung: Die Verknüpfung von Kommunen, Bauherren, Planerinnen, Abbruchunternehmen und dem Handwerk zu einem verlässlichen, lokalen Ökosystem.

Urban Mining Hub Aachen: Die BauWIRKstatt

Eingebettet in das EFRE-geförderte Gesamtprojekt KreislaufWIRKstatt entsteht die BauWIRKstatt – der dedizierte Urban Mining Hub für zirkuläres Bauen in der Region Aachen.

Als BauWIRKstatt ist der Urban Mining Hub Aachen integraler Bestandteil der übergeordneten KreislaufWIRKstatt – dem neuen Circular City Hub für Aachen.

Die BauWIRKstatt macht Bauprodukte und Bauteile aus Bau- und Rückbauprojekten sichtbar sowie nutzbar und zeigt ganz praktisch, wie Ressourcenschonung im urbanen Raum gelingt.

Während sich das Gesamtprojekt KreislaufWIRKstatt sektorübergreifend den vier Schlüsselbereichen Bau, Textilien, Elektronik und Ernährung widmet, bildet die BauWIRKstatt das physische und digitale Fundament für den Bausektor.

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Konsortium für die Aachener Bauwende

Die Entwicklung und der operative Betrieb des Urban Mining Hubs basieren auf einer engen, interdisziplinären Zusammenarbeit strategischer Partner, die ihre jeweiligen Kernkompetenzen in das Konsortium einbringen. Seitens der Stadt Aachen sichern der Stadtbetrieb sowie das Gebäudemanagement den direkten Zugriff auf kommunale Liegenschaften, Stoffströme und Rückbauprojekte. 

Concular stellt hierfür die notwendige digitale Infrastruktur und das Warenwirtschaftssystem bereit und bringt zudem die erprobte Methodik zur Materialerfassung, Qualitätsbewertung sowie zum ökologischen Impact-Monitoring in das Projekt ein. Wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben durch die CSCP gGmbH (Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production), welche fundierte Nachhaltigkeits-Indikatoren zur exakten Wirkungsmessung entwickelt und den co-partizipativen Einbindungsprozess aller beteiligten Akteure steuert.

 

Co-Partizipativ und Messbar

Der Erfolg des Projekts basiert auf einem konsequent co-partizipativen Ansatz sowie einer präzisen, messbaren Wirkung. Anstatt den Hub isoliert am grünen Tisch zu planen, erarbeitet das Konsortium gemeinsam mit der Aachener Wissenschaft, der lokalen Wirtschaft – darunter Handwerksbetriebe, Start-ups und Planungsbüros – sowie den Bürger*innen eine verbindliche regionale Roadmap auf Basis bewährter Best Practices. 

Gleichzeitig wird der erzielte Impact exakt messbar gemacht. Jedes über den Hub vermittelte Bauteil wird digital erfasst, sodass die CO₂-Einsparungen und die vermiedenen Abfallmengen anhand wissenschaftlich fundierter Nachhaltigkeits-Indikatoren lückenlos nachvollziehen lassen. Dadurch wird Nachhaltigkeit für die gesamte Stadt Aachen transparent.

Ergänzend dazu fungiert die BauWIRKstatt über ihre logistische Funktion hinaus als Erlebnis- und Transferort für die Stadtgesellschaft. Offene Werkstätten, gezielte Workshops und interaktive Bildungsformate machen die zirkuläre Transformation für alle Mitstreiter*innen direkt anfassbar und motivieren zum langfristigen, nachhaltigen Handeln.