Von Schätzungen zu klaren Entscheidungen
Das Kataster bietet Ämtern, Bauverwaltungen, Wohnungsbaugesellschaften und Bestandshaltern eine verlässliche digitale Datenbasis, um Abfallmengen und CO₂-Emissionen im Bausektor systematisch zu reduzieren. An die Stelle von analogen Aktenordnern und groben Schätzungen tritt eine strukturierte Entscheidungsgrundlage für den gesamten Gebäudebestand. Durch die Verknüpfung von Geodaten und Typologien werden Baustoffmengen, gebundene Emissionen sowie Wiederverwendungspotenziale von Bauteilen wie Fenstern, Türen oder Tragwerken gebäudescharf ermittelt.
Die Ausgangsdaten lassen sich im geschützten Bereich schrittweise mit eigenen Verbrauchs- und Auditing-Daten präzisieren und für Materialstrom-Szenarien, Sanierungsfahrpläne, CRREM-Klimapfade oder rechtliche Abwägungen in Sanierungsgebieten nutzen. Dies schafft Transparenz, spart Primärrohstoffe sowie Entsorgungskosten und ermöglicht eine zielgerichtete zirkuläre Planung.