DGNB-Zertifizierung mit Concular

Nachhaltiges und Zirkuläres Bauen messbar machen

Die Bau- und Immobilienwirtschaft wandelt sich grundlegend hin zur zirkulären Wertschöpfung. Das DGNB-Zertifizierungssystem ist dabei der führende Kompass, um Nachhaltigkeit messbar zu machen. Concular unterstützt Akteure mit datenbasierten, digitalen Materialnachweisen, um die zirkulären DGNB-Kriterien effizient zu erfüllen.

Bauteilerfassung mit dem Tablet in der Skalitzer Straße, Berlin

Was ist die DGNB-Zertifizierung?

Das DGNB-System ist kein reines Öko-Label. Es bewertet nicht nur ökologische Aspekte, sondern folgt einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz. Ein Gebäude wird über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Rohstoffgewinnung bis zum Rückbau – anhand von sechs Kernthemen analysiert:

  1. Ökologische Qualität: CO₂-Fußabdruck, Ressourceneinsatz, Biodiversität.
  2. Ökonomische Qualität: Lebenszykluskosten (LCC), Wertstabilität, Flexibilität der Nutzung.
  3. Soziokulturelle & Funktionelle Qualität: Gesundheit, Komfort, Barrierefreiheit, architektonische Qualität.
  4. Technische Qualität: Rückbaufreundlichkeit, Schallschutz, Brandschutz.
  5. Prozessqualität: Qualität der Planung, Baustellenabwicklung, Qualitätssicherung.
  6. Standortqualität: Verkehrsanbindung, Umfeld, Mikrostandort (wird separat ausgewiesen).

Auszeichnungsstufen und Erfüllungsgrade

Je nach Erfüllungsgrad der Kriterien vergibt die DGNB Zertifikate in vier klassischen Stufen. Maßgeblich ist hierbei der Gesamterfüllungsgrad sowie ein Mindesterfüllungsgrad in den einzelnen Themenfeldern:

  • Platin: Ab einem Gesamterfüllungsgrad von 80 % (höchste Auszeichnung, setzt exzellente Werte in allen Kategorien voraus).
  • Gold: Ab einem Gesamterfüllungsgrad von 65 % (Standard für viele moderne Core-Immobilien).
  • Silber: Ab einem Gesamterfüllungsgrad von 50 %.
  • Bronze: Ab einem Gesamterfüllungsgrad von 35 % (wird ausschließlich für Bestandsgebäude im laufenden Betrieb vergeben).

Zusätzlich vergibt die DGNB die „DGNB Diamant“-Auszeichnung für herausragende gestalterische und baukulturelle Qualität sowie das „Klimapositiv“-Zertifikat für Gebäude, die im Betrieb nachweislich weniger Treibhausgase ausstoßen, als sie durch eigene Produktion oder Kompensation einsparen.

 

Was bedeutet die DGNB-Zertifizierung für die Bauwirtschaft?

Die Zertifizierung ist längst kein „Nice-to-have“ mehr, sondern ein zentraler Marktfaktor. Für die verschiedenen Akteure der Wertschöpfungskette ergeben sich handfeste Vorteile und Pflichten:

1. Für Bestandshalter & Investoren

  • Zukunftssicherheit & ESG-Compliance: Zertifizierte Gebäude erfüllen nachweislich strenge Nachhaltigkeitskriterien und sind damit „taxonomiekonform“ gemäß den EU-Vorgaben.
  • Risikominimierung: Höhere Resilienz gegen regulatorische Verschärfungen (z. B. CO₂-Bepreisung, Embodied Carbon Grenzwerte).
  • Wertsteigerung: Höhere Marktwerte, bessere Vermietbarkeit und geringere Leerstandsquoten („Green Premium“).

2. Für Planende, Architekten & Ingenieure

  • Klarer Leitfaden: Das DGNB-System dient als konkretes Werkzeug, um Nachhaltigkeitsziele von der ersten Skizze an messbar in den Entwurf zu integrieren.
  • Wettbewerbsvorteil: Fachwissen im Bereich DGNB (z. B. als DGNB Consultant/Auditor) wird bei Ausschreibungen immer häufiger zwingend vorausgesetzt.
  • Fokus auf Lebenszyklus: Planende werden motiviert, in Lebenszykluskosten (LCC) und Ökobilanzen (LCA) statt nur in reinen Investitionskosten zu denken.

3. Für Bauunternehmen & Generalunternehmer

  • Qualitätssicherung: Die strengen Anforderungen an die Prozessqualität minimieren Fehler auf der Baustelle und sichern eine lückenlose Dokumentation (z. B. beim Schadstoffmonitoring der eingesetzten Materialien).

Kurz erklärt

Was gehört zu einer Zertifizierung?

Ob DGNB, QNG, BNB oder EU-Taxonomie: Für Nachhaltigkeitszertifikate und Förderungen brauchen Sie belastbare Nachweise – allen voran eine Ökobilanz (LCA) nach EN 15978. Concular übernimmt Auditierung und Nachweise aus einer Hand.

Wann brauchen Sie das?

  • Sie streben eine DGNB-, QNG- oder BNB-Zertifizierung an
  • Eine Förderung verlangt den CO₂-Grenzwert-Nachweis (QNG)
  • EU-Taxonomie, CSRD oder Kreislaufwirtschaftsgesetz fordern Nachweise

Was Sie bekommen

  • Ökobilanz einmalig oder projektbegleitend
  • Gesamte Auditierung inkl. ENV 1.1 und TEC 1.6
  • Digitaler Gebäuderessourcenpass nach DGNB
Gebäugeressourcenpass

Kostenfreies Info-Webinar · Dienstag, 24. November, 14:00 Uhr · online · 45 Min.

Zirkuläres Bauen – Ihre Fragen an den Marktführer

Kurzer Überblick und Raum für Ihre Fragen – von Audit und Anschlussnutzungskonzept bis Zertifizierung.

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Fokus Rückbau

Die DGNB Rückbauzertifizierung

Ein besonders zukunftsweisendes Modul ist das DGNB System für den Rückbau von Gebäuden. Traditioneller Abriss verursacht gigantische Abfallströme und vernichtet wertvolle Ressourcen. Die Rückbauzertifizierung setzt genau hier an und belohnt den Erhalt von Werten.

Das Ziel: Gebäude am Ende ihrer Nutzungsphase nicht als Abfall, sondern als wertvolle Materiallager (Urban Mines) zu betrachten.

Die Kernpunkte der Rückbauzertifizierung:

  • Gefahrstofferkundung: Systematische Identifikation und sichere Ausschleusung von Schadstoffen.
  • Kreislaufführung: Maximierung der Quote von Wiederverwendung (Re-Use) und hochwertigem Recycling (statt Downcycling).
  • Ressourcen- und Klimaschutz: Erfassung der eingesparten grauen Energie und CO₂-Emissionen durch den Erhalt oder die Weiterleitung von Bauteilen.
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Ziegel werden beim Rückbau aus einer Mauer gelöst

Warum DGNB-Zertifizierungen mit Concular umsetzen?

Die Erfüllung der DGNB-Kriterien – insbesondere in den Bereichen Zirkularität, Materialtransparenz und Rückbaufreundlichkeit – erfordert präzise Daten und digitale Prozesse. Genau hier schließt Concular die Lücke zwischen Theorie und Praxis.

  • Automatisierte Datenbasis für kreislaufgerechtes Bauen: Concular digitalisiert Materialströme. Mit unseren digitalen Materialpässen (Building Circularity Passports) liefern wir exakt die Daten, die Sie für die DGNB-Kriterien „Zirkuläres Bauen“ und „Rückbaufreundlichkeit“ benötigen.
  • Maximale Punkte bei der Rückbauzertifizierung: Durch die Verknüpfung von Bestandsgebäuden mit unserem Marktplatz für zirkuläre Baustoffe können wir Materialien direkt in die Wiederverwendung vermitteln. Das sichert Ihnen Bestnoten im DGNB-Rückbausystem.
  • Effizienz durch Software: Wir reduzieren den Dokumentationsaufwand für Auditoren und Planende drastisch. Statt manueller Listen nutzen Sie eine intelligente Plattform, die Ökobilanzierungs- und Kreislaufdaten direkt bereitstellt.
  • Expertise aus einer Hand: Wir begleiten Sie dabei, die anspruchsvollen zirkulären Anforderungen der DGNB nicht nur als bürokratische Hürde zu sehen, sondern als ökonomischen und ökologischen Gewinn für Ihr Projekt.

Machen Sie Ihr Gebäude bereit für die Zukunft. Lassen Sie uns gemeinsam CO₂ einsparen und Werte erhalten.

elena petkova

Noch Fragen zu Ihrem Projekt? Elena berät Sie im kostenlosen Erstgespräch – unverbindlich und in 30 Minuten.

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Unsere Leistungen im Detail

Ökobilanzierung (LCA)

Lebenszyklusanalysen nach EN 15978 – einmalig oder projektbegleitend. Grundlage für Zertifizierungen, Förderungen und EU-Compliance. Pflicht für DGNB, QNG und BNB · EU-Taxonomie ab 2026 verpflichtend · Grundlage für Förderanträge · CO₂-Grenzwert-Nachweis (QNG) · Materialentscheidungen optimieren

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DGNB (QNG)

Gesamte Auditierung aus einer Hand · ENV 1.1 Ökobilanz · TEC 1.6 Zirkuläres Bauen · Klimarisikoanalyse

BNB

Gesamte Auditierung aus einer Hand · LCA für Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude und BNB

EU-Taxonomie

EU-Tax Quick Check · Nachweise DNSH, Circular Economy · LCA nach Level(s)

LEED / BREEAM

BREEAM Ressourcenkatalog (Rsc03) · Lebenszyklusanalysen für internationale Zertifizierungssysteme

Gebäuderessourcenpass (DGNB)

Digitaler Gebäuderessourcenpass nach DGNB: Massen · GWP · Zirkularitätsbewertung · Materialrestwert

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Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)

Compliance-Nachweisführung

CSRD

ESRS E5 Ressourcen · CO₂-Einsparung

DIN SPEC 91484 – PDA

Standardisiertes zweistufiges Verfahren zur Erfassung von Bauprodukten vor dem Rückbau. Dominik Campanella ist DIN-SPEC-Initiator und Mitglied der Leadership Group der EU Circular Economy Stakeholder Platform.

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DIN SPEC 91525 – Anschlussnutzungskonzept (PUC)

Baut auf der 91484 auf und übersetzt die erfassten Daten in dreistufig geprüfte Anschlussnutzungskonzepte (technisch, ökologisch, wirtschaftlich). Initiiert und konsortial geleitet von Caroline Braus.

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DIN SPEC 91606 – Angewandte Ökobilanzierung für Bauwerke

Bundesweit einheitlicher Standard zur Ökobilanzierung von Gebäuden über den gesamten Lebenszyklus – ab 2026 Grundlage für Nachweise nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz. Benjamin Lammers ist Mitglied im Konsortium.

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Referenzen aus der Praxis

Alle Erfolgsgeschichten
Quartier NEULAND®, Neuss: Gebäuderessourcenpass für DGNB Platin

Quartier NEULAND®, Neuss: Gebäuderessourcenpass für DGNB Platin