Max Delbrück Center
Für die geplante Modernisierung des Max Delbrück Center in Berlin-Buch hat Concular ein zweistufiges Pre-Deconstruction Audit nach DIN SPEC 91484 durchgeführt und…
Concular hat 20 laufende Meter Systemtrennwand aus einem Rückbau bei der Allianz gewonnen und am selben Tag im neuen Büro von Behnisch Architekten München eingebaut. Eingespart: 4,5 Tonnen CO₂.
Beim nachhaltigen Bauen stehen meist neue ökologische Materialien oder energieeffiziente Technologien im Vordergrund. Ein großes Potenzial liegt jedoch in dem, was bereits vorhanden ist: hochwertige Bauteile, die problemlos weiter genutzt werden können. Wiedergewonnene Bauteile sind in Qualität und Funktion oft gleichwertig und schneiden in Wirtschaftlichkeit und Klimabilanz häufig sogar besser ab als neue Produkte.
Für das neue Büro von Behnisch Architekten in München sollte dieses Prinzip in die Praxis umgesetzt werden. Zeitgleich fand bei der Allianz ein Rückbau statt, aus dem sich passende Systemtrennwände gewinnen ließen.
Concular hat aus dem Rückbau bei der Allianz 20 laufende Meter Systemtrennwand vom Typ DRUM planus light gewonnen. Eine Zwischenlagerung war nicht nötig: Die Elemente wurden direkt drei Straßen weiter transportiert und noch am selben Tag im neuen Büro eingebaut.
Der Ablauf war bemerkenswert unkompliziert. Rückbau, Transport und Wiedereinbau geschahen innerhalb eines einzigen Tages. Die Trennwände wurden anschließend durch Wandanschlüsse, Stürze und Verbindungen aus Lehm, Stroh und Holz ergänzt. So entstand nicht nur eine funktionale Raumstruktur, sondern auch eine Arbeitsumgebung mit besonderer Materialästhetik.

Das Ergebnis ist eine Bürofläche, die in Funktion und Ästhetik keine Kompromisse macht. Wer die Räume betritt, erkennt nicht, dass es sich um wiedergewonnene Elemente handelt: Die Oberflächen sind neuwertig, die Technik ist auf dem aktuellen Stand.
Das Bauwesen ist für rund 40 Prozent der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich, ein Großteil davon entsteht bei der Herstellung neuer Baustoffe. Weil in diesem Projekt vorhandene Materialien genutzt wurden, konnten 4,5 Tonnen CO₂ eingespart werden. Das entspricht in etwa den Emissionen einer Autofahrt von über 30.000 Kilometern. Ein einziger Tag Bauzeit hat damit nicht nur Räume neu geformt, sondern auch einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Das Beispiel zeigt, wie zirkuläres Bauen im Innenausbau aussehen kann: Materialien wandern direkt von einem Gebäude ins nächste, ohne an Qualität zu verlieren. Der Prozess spart Zeit, Geld und Ressourcen und zeigt, dass Nachhaltigkeit und hohe architektonische Ansprüche kein Widerspruch sind. Das neue Büro ist damit auch ein sichtbares Statement: Wiederverwendung ist machbar, sinnvoll und zukunftsweisend. Wie Concular Bauteile aus dem Bestand in neue Projekte bringt, zeigt die Seite Urban Mining.
Wir zeigen Ihnen, welche Materialien in Ihrem Gebäude stecken und wie Sie Rückbau, Sanierung oder Neubau zirkulär umsetzen.