Wie wird aus Alt wieder Neu?
Ihr fragt euch sicher, wie man aus einem Alten ein neues Gebäude macht und das auch noch nachhaltig? Wir zeigen Ihnen in nur vier einfach Schritten, wie wir aber auch ihr einen Beitrag zu einer ressourceneffizienteren Welt beitragen könnt.
Vier Wege, wie man Zirkuläres Bauen umsetzt
Schritt 1: Bestand belassen
Der ökologisch sinnvollste Umgang mit Ressourcen ist der Bestandsschutz. Denn Neubauten verschlingen viel Energie und Ressourcen. Die Herstellung von Baustoffen ist der klimaschädlichste Treiber auf dieser Welt.
Schritt 2: Materialien Geschichten erzählen lassen
Jedes Bauteil erzählt eine bezaubernde Lebensgeschichte. Diese physischen und ideellen Gegebenheiten können eine Leinwand bieten, welche dem Material ein neues Leben ermöglichen. Deutschlandweit werden tagtäglich Gebäude abgerissen oder umgebaut. Den Massen von Materialien kann ein neues Zuhause gegeben werden. Mit Restado.de und Concular.de wurden schon Tausenden Materialien ihr Leben gerettet, ihr könnt ihnen ein neues Zuhause zu geben.
Schritt 3: “Nicht was sondern wie bauen wir”
Die entscheidende Frage ist: Nicht nur was, sondern wie bauen wir. Wie gebaut wird, dafür gibt es keine standardisierten Vorgaben. Millionen von verschiedenen Bauteilen in verschiedenen Größen, Farben und aus verschiedenen Materialien sind heute in unseren Häusern verbaut. Im Moment des Einbauens gilt meist nicht die Absicht, dass Material irgendwann für einen weiteren Zweck zu verwenden. Das Material lebt sozusagen nur für das Gebäude und wenn das Gebäude stirbt, stirbt das Material mit.
Aber nicht bei uns! Um die Leben zukünftiger Materialien zu sichern, müssen folgende Dinge getan werden:
- Genaue Dokumentation: Einen Reisepass für Materialien (siehe: Materialpass)
- Einfache Baustandards und modulare Komponenten zum einfachen Austauschen von einzelnen Elemente
- Design for Disassembly: Wahl von reversiblen, mechanischen und leicht zugängliche Verbindungen zwischen den Bauteilen.
Schritt 4: Bewusst aktiv und positiven Mehrwert schaffen
Einen Mehrwert nicht durch Vermeidung schaffen, sondern durch Integration in den Prozess. Ressourceneffizienz bedeutet nicht, auf Baustoffe zu verzichten, die eine schlechte CO2-Bilanz aufweisen, sondern die Ressourcen zu nutzen, die bereits verfügbar gemacht wurden.